Gärten des Jahres 2019 – eine Buchbesprechung

Liebe Gartenenthusiasten,

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langsam aber sicher steuert die Gartensaison auf ihren Höhepunkt zu und bestimmt kommen auch bei euch die ersten Ideen etwas zu verändern oder zu ergänzen. Da  kommt das  Buch über Gärten des Jahres 2019 gerade recht, und das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Schwergewicht.

Der Callwey Verlag gibt schon seit mehreren Jahren so ein Gartenjahrbuch heraus, vorgestellt werden Gärten und Landschaftsarchitekten,  die im Rahmen des Wettbewerbs „Gärten des Jahres 2019“ Preise gewonnen haben, aber auch besondere Projekte. Der Leser lernt insgesamt 50 private Refugien kennen, jedes auf seine Art besonders und mir ist aufgefallen, dass in diesem Jahr besonders viele „Gärten mit Seele“ ausgezeichnet wurden. Schon der Garten, der den ersten Preis des Wettbewerbs gewonnen hat, zeigt das. In Nordrhein-Westfalen hat Landschaftsarchitekt Volker Püschel ein Haus, das eigentlich abbruchreif war, in die Gartengestaltung mit einbezogen, indem er einige Mauern erhielt und dort eine Orangerie einbaute. Dank der ganzseitigen Fotos von Si­byl­le Piet­rek ist auch für den Leser die Wirkung dieses Gartens vorstellbar.

Fünf weitere Gärten erhielten Auszeichnungen, darunter ein Gräsergarten am Zürichsee, der auch die Herzen von Horternsienliebhabern höher schlagen lassen dürfte. Ein Stadtgarten im Villenviertel von Köln begeisterte die Jury genauso wie ein Garten in der Holsteinischen Schweiz, der mit seiner Pflanzenvielfalt, unterschiedlichen Gartenräumen und vielfältigen Sitzplätzen  beeindruckte oder ein meditativer  Garten in einem ehemals trostlosen Hinterhof.

Beachtenswert sind auch die Gartenprojekte, die in dem Buch vorgestellt werden. Dazu gehört ein Hanggarten in Rheinland-Pfalz, gestaltet von Peter Berg, oder ein Garten über den Dächern von München. Mich hat besonders ein Wolkengarten in Brandenburg begeistert. Die Landschaftsarchitekten Matthias Staubach und Tancredi Capatti versahen ein Eckgrundstück in Brandenburg mit wellenförmig geschnittenen Hecken als Sichtschutz und erzeugten so eine besondere Dynamik.

In Hessen beeindruckte die Jury ein Wassergarten und ein Landgarten im Münsterland mit Schwimmteich, der in  einem alten Anwesen mit Häusern (Kotten)  aus dem Jahr 1805 eingebaut wurde. Beeindruckend sind auch ein Gräsergarten in Schleswig-Holstein oder ein Reihenhausgarten der besonderen Art in Baden-Württemberg.  Ein kleiner romantischer Garten in Düsseldorf wird in dem Buch genauso vorgestellt wie eine Generationengarten auf einer alten Obstwiese in Baden-Württemberg oder ein Skulpturengarten in Bayern.

Auf mehr als 270 Seiten können Gartenliebhaber in diesem Buch in die unterschiedlichsten Gartenwelten eintauchen. Großräumige Fotos mehrerer Fotografen, aber auch Angaben zum Konzept und zu eingesetzten Materialien und Pflanzen der vielfältigen Gärten bereichern diesen Bildband. Auch wenn das Buch ist nicht ganz billig ist, lohnt sich die Anschaffung, und wenn nicht, man kann es sich ja auch schenken lassen!

Habt noch einen wundervollen Gartentag!

Herzlichst

Gisela Tanner

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