„Liebst du Kräuter“ oder was ist ein Bullet Journal – eine Buchbesprechung

Liebe Gartenenthusiasten,

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Die Cover-Rückseite des Buches, das ich euch heute vorstellen möchte, bringt es auf den Punkt, „Liebst du Kräuter“ ist ein Bullet Journal im Sketch-Notes-Style mit hilfreichen Checklisten, Step-by-Step-Anleitungen, praktischen Tipps und Ideen, aber auch mit Platz für eigene Eintragungen, und das alles zum Thema Gartenkräuter.

Wie, ihr wisst immer noch nicht so richtig was gemeint ist? Nun, ähnlich ging es mir auch! Die Begriffe Bullet Journal und Sketch Notes waren mir bisher auch noch nicht geläufig, aber glücklicherweise gibt es ja die bekannten digitalen Kanäle und so konnte ich mich schnell informieren. Ganz allgemein gesagt könnte man ein Bullet Journal als individuelles Notizbuch oder auch als Kombination von Kalender und Notizbuch bezeichnen, in dem man seine Aufgaben sammelt und kontrolliert, ganz traditionell und  analog mit Stift und Papier und ohne Apps mit starren Vorgaben auf dem Handy zu nutzen. Ein Bullet Journal kann man – schon mit Vordrucken-  kaufen oder selbst aus einem einfachen Notizbuch gestalten. Dass das Buch im Sketch-Notes-Style daher kommt, liegt wohl an Autorin Diana Meier-Soriat, die ihre Gedanken, Ideen und Erklärungen vorzugsweise in visuellen Techniken darstellt und dokumentiert. Sie hat darüber sogar schon Bücher geschrieben, betreibt einen eigenen Blog und gibt Workshops dazu.

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Doch nun genug der Vorrede und zurück zum Buch, das praktischerweise nach Monaten unterteilt ist und sich ohne Vorgeplänkel  den konkreten Aufgaben widmet.

Während es im Januar und Februar um allgemeine Fragen zum Saatgut, zu Kulturformen und zur Beetgestaltung geht, wird es im März konkret mit Informationen zur Anzucht, z.B. auf der Fensterbank und zu notwendigen Arbeiten im Freien. Im April wird vereinzelt und gepflanzt und im Mai geht es dann mit den Kräutern endgültig ab nach draußen. Ernten kann der fleißige Kräutergärtner in dieser Zeit übrigens auch schon. Diana Meier-Soriat hat auch viele Tipps zu essbaren Blüten parat und ihre Zeichnungen bringen die einzelnen Themen auf den Punkt. Hilfreich für die Verwendung der Kräuter sind auch die  Rezepte im Buch.

Im Juni kann man dann auch schon mal an den Rückschnitt und eine zweite Aussaat denken und leider kommt man am Thema Schädlinge auch nicht vorbei, aber die Bekämpfung bitte ohne Chemie! Eine besondere Bereicherung für den Garten sind die Duftkräuter, auch ein Thema in diesem Ratgeber. Im Juli geht’s dann weiter mit der Ernte, wie wäre es z.B. Kräuter der Provence selbst zu mischen oder ein Lavendelraumspray zu kreieren? Das Rezept für die Kräuterlimo mit Zitronenmelisse liest sich vielversprechend.  Im August werden die zweijährigen Kräuter ausgesät und die Ernte der Kräuter zum Trocknen beginnt während im September neue Kräuterpflanzung durch Teilen gewonnen werden können. Ach übrigens, aus Salbeiblättern kann man auch einen Haushaltsreiniger herstellen.

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Im Oktober wird es Zeit, an die Überwinterung der Kräuter zu denken und einige Kräuter für die Fensterbank bereitzustellen. Im November und Dezember – wenn der Garten ruht – hat auch der engagierteste Gärtner Zeit  über den Anbau besonderer Kräuter nachzudenken oder aromatische Geschenke aus dem Garten wie Pfefferminzzucker oder Brotgewürz selbst herzustellen.

Ein spannendes Kräutergartenjahr präsentiert uns die Autorin in ihrem Buch, das im Kosmos Verlag erschienen ist,  und ihre anschaulichen Illustrationen machen den Ratgeber zu etwas Besonderem. Das Buch eignet sich auch wunderbar als Geschenk zur nächsten Einladung in den Garten.

Ich wünsche euch eine angenehme Zeit in eurem grünen Refugium oder in der Natur!

Herzlichst

Gisela Tanner

 

 

2 Kommentare

    • Liebe Kathrin,
      unsere frisch ausgepflanzten bzw. ausgesäten Kräuter sind leider vielfach den Schnecken zum Opfer gefallen. Zum Glück sind die älteren Sträucher wie Rosmarin, Thymian oder Salbei etwas robuster.
      Trotzdem viel Spaß in eurem Garten.
      LG Gisela

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