Kleine Glücksmomente – auf einsamen Pfaden im Harz

Liebe Gartenenthusiasten,


01 21 - Harzwanderung im Schnee

es sind schon besondere Zeiten, wer freut sich da nicht über kleine Glücksmomente. Wir haben so einen Moment kürzlich im Harz erlebt. Der Wetterbericht sagte sonniges Wetter voraus und seit letztem Freitag war die Begrenzung des Bewegungsradius auf 15 km für uns aufgehoben.

Nun wollten wir uns natürlich  nicht gleich in ein großes Getümmel stürzen. Schließlich sollen die Einschränkungen, die uns allen einiges abverlangen, nicht umsonst gewesen sein. So entschieden wir uns, wieder einmal in den Harz zu fahren, in eine ruhige Ecke. Unsere nähere Umgebung haben wir ja schließlich in den letzten Wochen und Monaten ausführlich erkundet, dabei übrigens auch so manches Unbekannte entdeckt.


01 21 - Harzwanderung im Schnee

Die Straßen Richtung Harz waren nicht sehr voll und je weiter wir fuhren, desto mehr konnten  wir uns über zunehmende Schneehöhen freuen. Nur ab und an waren einige Familien mit Schlitten zu sehen. Wir ließen uns einfach treiben.


01 21 - Harzwanderung im Schnee

Schließlich haben wir einen kleinen Parkplatz in der Nähe von Benneckenstein entdeckt, der nur sehr mäßig besucht war. Von dort aus begann  unsere Wanderung, wir wollten einfach mal etwas anderes sehen und waren auf den Wegen dort fast die Einzigen. Die Sonne schien und  der Schnee glitzerte, was will man mehr.


01 21 - Harzwanderung im Schnee

Wir waren für den Moment glücklich, doch möchte ich auch das erwähnen: Im Schnee fielen uns Spuren von schweren Fahrzeugen auf, die wohl der Baumpflege dienen und am Wegesrand lagen Stapel von zersägten Baumstämmen. Auch an dieser Region des Harzes (Benneckenstein liegt im Oberharz, in der Nähe des Brockens) ist also das Waldsterben nicht vorüber gegangen.


01 21 - Harzwanderung im Schnee

Wie man aus verschiedenen Quellen erfahren kann, sind die Fichten besonders betroffen. Stürme, Trockenheit und schließlich der Borkenkäfer  haben ganze Arbeit geleistet und die Bäume waren nicht mehr zu retten. Was wird wohl mit dem vielen Holz geschehen? Ich muss zugeben, unter einer geschlossenen Schneedecke wirkt der Wald nicht so bedrohlich wie im Sommer, als einige abgestorbene Bäume wie Gerippe aussahen. Im Schnee hatte die Landschaft ihren Reiz.


01 21 - Harzwanderung im Schnee

Wie ich weiter erfahren habe, setzt man z.B. im Nationalpark Harz darauf, wieder Mischwälder mit mehr Laubbäumen entstehen zu lassen. Aber bis diese sich entwickeln, wird noch einige Zeit vergehen.


01 21 - Harzwanderung im Schnee

Es ist also nicht so einfach, der Wirklichkeit zu entfliehen, auch nicht an einem sonnigen Wintertag. Der Ausflug hat uns trotzdem gut getan und wir werden demnächst beobachten, wie es weiter geht mit der Umforstung.



Übrigens, angetan war ich von der Disziplin der Wanderer, denen wir begegnet sind, die aktuellen „AHA-Regeln“ haben die meisten wohl doch verinnerlicht.

Man muss sich eben die positiven Momente in dieser Zeit heraussuchen.

Macht es gut, bleibt geduldig und gesund!

Herzlichst

Gisela

P.S. Bei den Fotos hat mich mein lieber Mann unterstützt.

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