Ganz schön trocken bei uns – ein kleines Gartenupdate

Liebe Gartenenthusiasten,

heute mal wieder Neuigkeiten aus unserem Garten. Schaut ihr auch jeden Tag auf eure Wetter-App in der Hoffnung, dass es endlich regnet? Es waren schon extreme Temperaturen in diesem Jahr!

Das hielt uns aber nicht davon ab, in Sachen Garten unterwegs zu sein. So waren wir in zwei Regionen zu den Offenen Gärten, haben die Pfingsrosengärtnerei in Naundorf ganz in unserer Nähe besucht und geschaut, was aus dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau in Sachsen-Anhalt in Bad Dürrenberg geworden ist. Wenn ihr übrigens in diesem Jahr noch eine Landesgartenschau besuchen wollt, hier habe ich eine kleine Übersicht für euch. Hier klicken Immerhin laden vier Bundesländer zu Gartenschauen ein. Auch im Rosarium im Sangerhausen haben wir uns wieder von der Blütenpracht verzaubern lassen. Über einige Gartenerlebnisse werde ich demnächst noch Beiträge veröffentlichen.

Glücklicherweise scheint die Hitzewelle bei uns jetzt vorüber zu sein und Mensch und Garten können aufatmen. Allerdings ist die Trockenheit nicht spurlos an unserem kleinen Refugium vorüber gegangen und starker Regen ist auch nicht in Sicht. Da wir noch händisch gießen, ist der Rasen ist so gut wie vertrocknet und einige Gräser sind nicht so kräftig gewachsen wie in den vergangenen Jahren. Ich muss immer mehr schauen, noch schöne Fotomotive im Garten zu finden. Eine große Hilfe dabei sind mir unsere Kübelpflanzen. Besonders bewährt haben sich Pelargonien und Petunien, aber auch die Zauberglöckchen. Die Fleißigen Lieschen haben sich im Schatten gut entwickelt, aber ich musste sie regelmäßig gießen.

ie erste Hitzewelle traf uns genau zur ersten Rosenblüte, so dass die Pracht zwar kräftig, aber viel zu schnell vorüber war. Da ich alles Verblühte abgeschnitten habe, kommt jetzt – wenn auch verspätet – langsam die zweite Rosenblüte in Schwung. Viel Freude hatten wir an unseren Taglilien. Jede Blüte zeigt sich ja sowieso nur einen Tag, aber die Pflanzen schoben genug neue Blüten nach. Sie haben sich zum Teil so stark vermehrt, dass ich sie in andere Ecken unseres Gartens versetzt habe. Mal sehn, ob sie trotz der Trockenheit gut angewachsen sind, das nächste Gartenjahr wird’s zeigen.

uch dem Lavendel hat die Hitze nichts ausgemacht. Ich habe ihn zurückgeschnitten und die Blüten zusammen mit denen vom Frauenmantel zu Kränzen verarbeitet. Aber auch solo als Türkranz macht sich der Lavendel gut. Inzwischen haben wir schon viele Lavendelpflanzen im Garten. Ich habe sie zum großen Teil selbst vermehrt.

Zur Rabattenbegrenzung habe ich Lavendel im Wechsel mit wintergrünem Gamander gepflanzt. Auch dieser ist für die Trockenheit sehr zu empfehlen und außerdem tummeln sich die Bienen und andere Insekten um die Blüten. Ich konnte ihn schon erfolgreich über Stecklinge vermehren. Weniger gut hat das Japanwaldgras die Hitze überstanden, nur wenige Horste sind stehengeblieben.

Immer wieder haben ich mich verführen lassen neue Pflanzen für den Garten zu erwerben, z.B. aus einer Gärtnerei in der Nähe von Bernburg.

Übrigens, im Sommer bleiben die Blumen bei uns fast nur im Garten, nur zum verschenken pflücke ich ein Sträußchen. Macht ihr es auch so?

Da wir die italienische Küche lieben, haben wir viele passende Kräuter im Garten, die mit der Hitze auch gut zurecht kommen. Unser Rosmarin hat sich trotz mehrmaligem Rückschnitt zu einem kräftigen Busch entwickelt, ebenso das Bergbohnenkraut und Oregano wächst ist in jeder Gartenecke. Auch mehrere Salbeistauden stehen zum verbrauch bereit.

Es wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben, als unseren Garten an die veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen. Ich habe mir dazu viele Anregungen bei den Offenen Gärten geholt. Nicht alle Pflanzen habe ich im örtlichen Handel bekommen, einige habe ich mir auch von verschiedenen Onlinegärtnereien schicken lassen. Doch dazu in meinem nächsten Beitrag mehr.

Bis dahin wünsche ich euch eine wunderbare und hitzefreie Gartenzeit

Herzlichst

Gisela

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